„Mit Helm-aber sichi“

ein Projekttag zum sicheren Fahrradfahren

Bei bestem Sommerwetter besuchten die 8. Klassen der ESN das Unfallkrankenhaus Berlin im Wuhletal und informierten sich rund um das Thema „Sicheres Radfahren mit Helm“. Neben einem Vortrag eines Neurochirurgen, einem „Erste-Hilfe-Workshop“ und zahlreichen weiteren sehr praxisnahen Stationen, gab es lecker Limonade und Preise beim Reaktionstest.

Die 10. Klassen unter der Leitung von Herrn Brade führten kompetent und freundlich durch den Tag und so manch ein 8. Klässler wäre am liebsten gleich mit dem Rad nach Hause gefahren. Mit Helm natürlich,„aber sichi“.

Neue Ernte: Frühjahrsblütenhonig 2018

Am 26. Mai hat die Bienen-AG den Frühjahrshonig der ESN-Bienenvölker geerntet. Der Frühjahrshonig ist in Neukölln in der Regel nach dem Verblühen der Robinien erntereif. In den vergangenen Jahr war das im Zeitraum 5. – 10. Juni der Fall, in diesem Jahr wegen des ungewöhnlich warmen Wetters aber eben schon Ende Mai.
Die Schleuderung fand in der ESN-Lehrküche statt. Die Kinder hatten viel Spaß und konnten am Ende stolz ihr eigenes Glas Frühjahrshonig mit nach Hause nehmen.
Geschmacklich scheint er wie in 2016 eine köstliche Melange aus würzigem Rosskastanienhonig und fein-lieblichem Robinenhonig zu sein.
Beim ersten Verkauf auf dem ESN-Flohmarkt am 16. Juni war er bei Kindern wie Erwachsenen jedenfalls sehr beliebt.
Erhältlich ist er sonst beim Hausmeister Bernd Hinrichs sowie bei vielen anderen ESN-Veranstaltungen wie z.B. am Tag der offenen Tür am 27. Juni 2018.
Der Sommerhonig kann wahrscheinlich Ende Juni oder Anfang Juli geschleudert werden.
Text: Caspar Schöning
Fotos: Holger Petsch

Neukölln macht Schule

Im Dezember 2017 fragte das Museum Neukölln an, ob die ESN bereit sei, bei der Vorbereitung einer Ausstellung zum Thema „Neukölln macht Schule 1968 – 2018“ mitzuwirken. Frau Peters und weitere Kolleginnen und Kollegen erinnerten sich in mehreren Interviews. Die größte Veränderung der ESN fand im Jahr 1975 statt, als aus den Haupt- und Realschulklassen eine dreizügige Gesamtschule wurde – die einzige evangelische Gesamtschule bundesweit. Diese Umwandlung erfolgte zügig und mit viel Engagement durch das Kollegium. Die Komplettierung durch die gymnasiale Oberstufe, die bereits in den 70-er Jahren geplant war, scheiterte immer wieder am Geld.

Weder der Senat noch die Kirche stellten uns die finanziellen Mittel für die Erweiterung zur Verfügung. Erst nach über 30 Jahren durften die Schülerinnen und Schüler der ESN endlich an ihrer Schule das Abitur ablegen. In der Ausstellung des Museums ist die ESN zusammen mit einigen anderen Schulen aus dem Bezirk vertreten. Dort ist auch das Begleitbuch erhältlich. Vielleicht einfach mal das Museum Neukölln im Gutshof Britz besuchen? Die Ausstellung ist noch bis Dezember 2018 geöffnet. Anlässlich des 70. Geburtstages unserer Schule wird ein Buch zur Geschichte der ESN erscheinen.

Fliegende Teppiche

Zwölf Kinder aus den 5. und 6. Klassen zeichneten, nähten, knüpften  und stickten zum Thema „Fliegende Teppiche“. In der Holzwerkstatt wurden Rahmen selbst gebaut und damit das Weben geübt.

Während des Arbeitens wurden auch Märchen vorgelesen.. Die Künstlerin Tine Steen bereicherte die Werkstatt mit ihrem großen Wissen.

Tarm meets Neukölln

Auf der Suche nach dem multikulturellen Alltag in Berlin kam eine Schulklasse aus der dänischen Kleinstadt Tarm in Westjütland zu uns in die Mainzer Straße. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen wurden von den beiden Geografie Grundkursen aus dem 12. Jahrgang herzlich in Empfang genommen. Bei einem gemeinsamen Frühstück lernten sich die Schülerinnen und Schüler kennen und knüpften schnell Kontakte. Bei kurzen Präsentationen konnten die Schüler noch mehr über den Schulalltag und die jeweiligen Möglichkeiten und Anforderungen erfahren. Aber auch diemunterschiedlichen Lebenswelten, Erfahrungen und Herausforderungen, die das Aufwachsen in einer Klein- bzw. Großstadt mit sich bringen, waren ein Thema.

Nach einem kurzen Besuch im Oberstufengebäude an der Schillerpromenade und einem Abstecher zum Tempelhofer Feld verabschiedete sich die dänische Schülergruppe erstmal. Am Abend trafen wir uns zum Poetry Slam im Heimathafen Neukölln wieder, um einen kleinen Eindruck von Neukölln bei Nacht zu bekommen. Die gemeinsame Zeit verflog viel zu schnell und wir hoffen auf ein Wiedersehen!

Plakatwettbewerb Maientage

Hochmotiviert hat sich der WP-Kunstkurs des 7. Jahrgangs an dem Plakatwettbewerb der Neuköllner Maientage 2018 beteiligt.

Die Aussicht, dass alle Einsendungen mit Freifahrtscheinen für diverse Fahrgeschäfte und Verzehrgutscheinen für Schokobananen und Zuckerwatte belohnt werden, spornte alle Schüler an.

Und sie wurden nicht enttäuscht: Auch in diesem Jahr belegte die ESN einen großartigen 2. Preis, dafür herzlichen Glückwunsch an Jolanda!

Ebenfalls durfte sich Lucas freuen, der einen Sonderpreis gewann.

Euch allen viel Spaß bei den Maientagen!

Neuköllner Künstlerische Werkstätten 2018 zum Thema „Fernweh“

Art Mapping

Vier Tage lang sind SchülerInnen aus der Sek. I zu fernen Orten Ihrer Träume gereist.

Durch schriftliche und visuelle Mind Maps haben sie herausgefunden, von welchen Ländern sie besonders fasziniert sind und haben dann nach ganz individuellen Ausdrucksformen für ihr Fernweh gesucht.

Sie haben sich von Reisetagebüchern, Landkarten, Postkarten, Reiseführern, aber auch von Künstlern wie Hannah Höch und Ihren Collagen, inspirieren lassen. So wurde eindrucksvoll und konzentriert mit verschiedensten Materialien experimentiert und dann schließlich kombiniert.

Es sind wunderbare Landkarten entstanden, die die persönliche Ausdrucksweise der SchülerInnen widerspiegeln.

 

Amir – Die Geschichte eines Geflüchteten

Letzte Woche nahm die 8d an einem Projekt zum Thema Flüchtlinge teil. Dort ging es um die Geschichte eines jungen Geflüchteten, der sich mit sechzehn Jahren vom Iran auf den gefährlichen Weg nach Deutschland machte.
Die Geschichte von Amir (so heißt der Geflüchtete) verarbeitete die Klasse 8d mit zwei verschiedenen Methoden: Mit Theater und mit Musik.
Am ersten Tag informierte sich die Klasse über Afghanistan. Das Land, aus dem Amir kommt, aus dem er aber schon mit zwei Jahren mit seiner Familie geflohen ist.
Am folgenden Tag probierten die Kinder die beiden Methoden aus und präsentierten sie sich gegenseitig. So hatte es sich die Musikgruppe beispielsweise zur Aufgabe gemacht, die Flucht vom Iran nach Europa zu präsentieren, während die Theatergruppe die Szene nachstellte, in der Amir erfuhr, dass sein Vater auf dem Weg zurück nach Afghanistan vermutlich entführt wurde.
Jetzt werden Sie sich sicher fragen: Hä? Warum fährt sein Vater wieder zurück nach Afghanistan, wenn sie erst von dort geflohen sind?
Nachdem Amir und seine Familie von dort nach Iran geflohen waren, brauchten sie erstmal eine Aufenthaltsgenehmigung. Diese kostete erstmal nicht viel, doch natürlich war sie nicht ewig gültig und wenn man es verlängern wollte, musste man eine riesige Summe bezahlen.
Auf einer Reise nach Qom (heilige Stadt der Schiiten im Iran) ging dieses Papier schließlich verloren.
Da Amirs Familie nicht genug Geld hatte, lebten sie nun ohne Aufenthaltsgenehmigung. Sein Vater musste illegal arbeiten und Amir ging illegal zur Schule.

So lebten sie ein paar Jahre, bis die Polizei irgendwann seinen Vater verhaftete. Er wurde nach Afghanistan abgeschoben. Und der Bus, mit dem sein Vater wahrscheinlich nach Afghanistan gefahren ist, wurde von den Taliban überfallen und alle Insassen entführt.
Das Leben von Amir war nun noch schwerer. Er als einziger Mann in der Familie sollte nun die Familie ernähren und zur Arbeit gehen.
Zu dieser Zeit gab es auch ein neues Gesetzte und das lautete: Alle Afghanen, die ohne Aufenthaltsgenehmigung im Iran waren und entdeckt wurden hatten zwei Möglichkeiten: Entweder, man wurde nach Afghanistan zurück geschickt oder man wurde nach Syrien gebracht, um dort den Islam zu verteidigen.
Da Amir wusste, dass die Polizei ihn eines Tages erwischen würde, beschloss er, nach Europa zu fliehen, um dort ein normales Leben zu führen.
Nun ist er in Deutschland angekommen und lebt momentan in Potsdam. Allerdings wurde er leider abgelehnt und läuft nun Gefahr nach Afghanistan zurück geschickt zu werden.
Das war die Geschichte von Amir, nun weiter mit dem Projekt:
Am Donnerstag wurden die Schüler vor die Wahl gestellt, sie sollten sich aussuchen, in welchem Bereich sich die Schüler vertiefen wollten.
Entweder sie beschäftigten sie sich mit Mudar (ebenfalls ein Geflüchteter, er kommt aus Syrien und ist seit April in Deutschland. In Syrien war er Schauspieler) im Theater oder mit Musik bei Ynez Neumann.
Am letzten Tag des Projektes wurde dann alles zusammengebracht. Schauspieler führten ein Theater vor und die Musikgruppe begleitete es mit Musik.
Am Ende war jeder Schüler mit dem Projekt zufrieden, auch wenn sie sich es anfangs anders vorgestellt hatten.

Ein Bericht von Ian Sander, Klasse 8d

Unsere Projektwoche

Alle Schüler und Schülerinnen der Klassen 1-6 hatten vom 20.11-24.11.17 eine Projektwoche zum Thema „Kinder einer Welt“. Was dort so passierte, wollen wir ihnen nun aus unserer Sicht erzählen. Viel Spaß beim lesen!

Es gab 10 Verschiedene Projekte:

  1. Emma und die Schokolade
  2. Klimadetektive unterwegs
  1. Kinderrechte
  2. Indien
  3. Spanien
  4. Japan
  5. Inuit
  6. Häuser aus anderen Ländern
  7. Kinderspiele und Bastelideen aus anderen Ländern
  8. Weihnachtslieder

Drei Tage lang arbeitete jedes Projektteam für sich. Es wurde gebastelt, experimentiert, geforscht und vieles mehr. Am Freitag war sie dann endlich, die große Präsentation. Jedes Projekt stellte die Ergebnisse der Woche vor, auch Eltern und Verwandte kamen, und schauten sich an was wir geleistet haben. Als großes Highlight gab es auch noch ein Quiz zu den Projekten. Jedes Kind sollte einen Bogen mit je zwei Fragen pro Projekt ausfüllen und abgeben. Drei Tage später war dann die Preisverleihung, drei Kinder wurden gezogen und gewannen einen Preis. So, das war es, wir hoffen sie hatten einen kleinen Einblick, in unsere Projektwoche.

Text: Aaliya, Felicia und Greta aus der Klasse 6a

Projektwoche „Soziales Lernen“ in der Juniorstufe

Wo Menschen auf engem Raum zusammen leben und zusammen lernen, da entstehen selbstverständlich Konflikte – ob zu Hause, in der Schule, im Sportverein oder in Parks und auf Spielplätzen, überall.

Motiviert durch die Erfahrungen in einem Erasmus-Workshop in Irland im Sommer 2017 wurde die Methode des Forumtheaters nach dem brasilianischen Theatermacher Augusto Boal angewendet, um eben solche Konflikte zu bearbeiten.

In der Projektwoche der Klasse 5b haben die Schülerinnen und Schüler Situationen zusammengetragen, einander erzählt und ausgewählt, die sie in kurzen, improvisierten Theaterstücken dargestellt haben.

Der Fokus lag auf Ungerechtigkeiten, die einem Menschen widerfahren können. Es gab eine Szene auf dem Spielplatz, in der einem Jungen ein unattraktives Angebot gemacht wird, seinen neuen Fußball gegen einen alten Basketball auszutauschen. Eine andere Situation spielte auf dem Fußballplatz. Hier sollte ein Kind ausgeschlossen werden, weil er eindeutig besser Tore schießen konnte als die beiden anderen Kinder. In einem Kindergarten wurde einem Kind, das unabsichtlich ein anderes Kind verletzt hatte, verweigert, den Fehler wieder gut zu machen. Schließlich sahen wir eine dramatische Szene, in der ein Schüler immer wieder von zwei Kindern geärgert wurde.

Der Höhepunkt der Woche bestand am Freitag darin, sich gegenseitig die Stücke vorzuführen. Die Zuschauer nahmen hier eine ganz besondere Rolle ein. Sie konnten, nachdem sie sich mit der Situation vertraut gemacht hatten, nach der Methode des Forumtheaters in den Verlauf der Situation eingreifen und die Verhaltensweisen des Protagonisten, also dessen, der der Leidtragende der Situation war, eingreifen, um die Lage zu verbessern.

Davon machten die sogenannten spect-actors redlich Gebrauch und erstaunten die Spielleiter mit ihren vielseitigen, konstruktiven und witzigen Lösungsideen.

Ziel ist es, diese Arbeit im Lauf der nächsten Schuljahre auszubauen, um die Schülerinnen und Schüler in die Lage zu versetzen, sich in schwierigen Situationen nicht hilflos zu fühlen, sondern den Mut zu haben, durch das eigene Verhalten Lösungen herbeizuführen.

Anna van der Linden und Anke Travers