“Quo vadis, Europa?”

Europa hinterfragt sich gerade selbst: Wie geht der Kontinent mit den anstehenden Herausforderungen um und wie sieht seine Zukunft aus? Der PW-Leistungskurs widmete sich genau dieser Frage und reiste dafür an die Außengrenzen der Union nach Andalusien/Spanien. Der Laie mag sich die Frage stellen: Warum Andalusien? Die Antwort ist recht simpel: Einerseits lässt sich die aktuelle Außen- und Sicherheitspolitik an einem Ort besonders gut diskutieren, der zum Auffangbecken für Schutzsuchende vom afrikanischen Kontinent geworden ist. Andererseits existiert mit der maurischen Zeit von 711-1492 ein historisches Beispiel dafür, dass ein friedliches Zusammenleben verschiedener Kulturen möglich ist.
Und so besuchte der wissbegierige Politiknachwuchs aus Neukölln das historische Zentrum Málagas, die Kathedrale, die maurische Festung Alhambra, die Felsenstadt Ronda und nach getaner Arbeit auch hin und wieder den Stadtstrand Malagueta. Selbstverständlich stand auch ein Besuch in einer Tapas-Bar an und am letzten Abend wurde gemeinsam gekocht und politische Reden zum Besten gegeben.
5 Tage mit einer gesunden Mischung aus Kultur und “Seele baumeln lassen” gingen schnell vorbei und wenn auch Europas Zukunft noch in den Sternen steht, so wissen die Jungpolitiker bereits ganz klar wie es bei ihnen weitergeht: Abi 2020.
…und für den ein oder anderen dann eventuell in die Politik, um das Schicksal der EU aktiv mitzugestalten.

 

Venedigfahrt mit dem Kunst LK

Oberstufenfahrt mit dem Leistungskurs Kunst nach Venedig

Text: von allen Schüler des Leistungskurses, Fotos: Sabine Struve/Jan Sobottka

Kurz nach zehn Uhr sind wir am Montag den 27.08.18 in Venedig am Flughafen angekommen .Von dort aus mussten wir erstmal etwa eine Stunde mit einem kleinen Boot in Richtung Hotel fahren.

Nachdem wir eingecheckt hatten, sind wir zum örtlichen Supermarkt gegangen und haben die Gegend ein bisschen erkundet. Mittags haben wir uns Motive ausgesucht die wir abgezeichnet haben. Am Abend haben wir uns in kleinen Gruppen auf die Suche nach etwas zu essen gemacht. Alles in allem war der erste Tag in Venedig zwar etwas anstrengend, da wir ziemlich lange unterwegs waren, aber auch ganz nett!

Am Dienstag machten wir uns frühzeitig auf den Weg zum Markus-Platz für eine Stadtführung. Eine ältere, nette Dame informierte uns in einer zweistündigen Führung über die Stadt und ihre bekanntesten und schönsten Plätze. Dabei interessierte uns besonders ihre Einstellung gegenüber dem Massentourismus. Am besten gefiel uns aber das gemeinsame Aquarellieren am Abend. Dazu setzten wir uns an den ,, Canale Grande“ und suchten uns ein hübsches Motiv aus. Während der vielen Freizeit, die wir hatten, gingen wir einkaufen oder ruhten uns aus.

Am dritten Tag unserer Kursreise nach Venedig ging es erwartungsvoll mit dem ganzen Kurs zur Architektur-Biennale – eine internationale Ausstellung von Architekten und Architektenbüros. In den Giardini präsentieren sich 28 Länder in ihren nationalen Pavillons. Dabei wurde das vorgegebene Thema “Free Space”- je nach Land – völlig unterschiedlich interpretiert (so steht z. B. der deutsche Beitrag unter dem Motto Unbuilding Walls und beschäftigt sich mit den baulichen Folgen der deutschen Teilung im früheren Grenzgebiet.) Auf der Ausstellung haben wir viele verschiedene Eindrücke gesammelt und mitgenommen, welche unterschiedlich auf uns wirkten.
Nach der Biennale durfte jeder machen, was er wollte. Die meisten sind dann erst einmal auf ihr Zimmer gegangen, um sich ein wenig auszuruhen und die ganzen Eindrücke zu verarbeiten.
Am frühen Abend trafen wir uns wie immer zu unser Aquarelliersession und durften uns frei aussuchen, was wir zeichnen wollten. Den Abend haben wir alle gemeinsam mit Pizza bzw. Pasta ausklingen lassen.

Der Donnerstag war für uns der Lieblingstag der Kurswoche. Morgens haben wir uns alle nach dem Frühstück getroffen, um uns ein schönes Plätzchen zum Aquarellieren zu suchen. Nachdem dann nun fast alle mit ihrem Bild fertig waren, war es auch schon ca. 12:00 Uhr und wir wurden in unsere „Freizeit“ entlassen. Das schöne am Tag war dann der Abend. Wir hatten uns alles zusammen zum Essen verabredet und sind in eine Pizzeria gegangen. Dort konnten wir uns darüber austauschen, was uns bis bislang am meisten gefallen hat. Nachdem dem gemeinsamen Essen sind wir noch etwas spazieren gegangen.

Zusammen sind wir über eine große Brücke (die “Ponte dell’Accademia”) in den südlichen  Stadtteil Dorsoduro* gelaufen. Dort haben wir uns ans Wasser hingesetzt, was zu trinken bestellt und uns unterhalten. Als es doch nun etwas spät wurde, sind wir dann auch wieder in unsere Unterkunft gelaufen und schlafen gegangen.

Am Freitag den 31.08.2018 sind wir nach dem Frühstück mit dem Leistungskurs in den zweiten Ausstellungsteil der Biennale gegangen. Dort drehte sich wie in den “Giardini” alles um Architektur. Wir sind zunächst als Gruppe durch die Ausstellung gelaufen und konnten uns danach aber auch noch alleine umschauen. Das “Arsenale”, so heißt dieses Ausstellungsgelände, ist eine ehemalige Schiffswerft mit Hallen aus dem 16. Jahrhundert. Das Gelände war früher militärisches Sperrgebiet. Das Thema “Free Space” setzte sich hier in den langen Ausstellungshallen fort, zeigte sich aber ebenfalls sehr abwechslungsreich.
Gegen Mittag gingen wir durch den inzwischen eingesetzten Regen zu unserem Hostel zurück, wo wir dann ca. eine Stunde Freizeit hatten. Nach der Mittagspause checkten wir aus und machten uns auf den Weg zur Bootsanlegestelle von wo uns das Boot zum Flughafen brachte. Dort angekommen mussten wir noch ungefähr zwei Stunden warten. Aber das Warten verlief rasch und wir kamen gut in Berlin-Schönefeld an. Damit war unsere kleine Reise leider beendet

*Dorso duro bedeutet harter Rücken und weist auf den Umstand hin, dass es sich um festen, teilweise felsigen Untergrund handelte, auf dem der Stadtteil errichtet worden ist (wikip.)

Büchershow im 9. Jahrgang

„Tolles Buch!“ hieß es am Ende der Projektwoche des 9. Jahrgangs. Der gesamte Jahrgang hatte sich für eine Büchershow im Musikraum versammelt. Die Literaturvermittlerin Tina Kemnitz stellte uns mitreißend und witzig sechs aktuelle Jugendbücher vor – mal in szenischer Lesung, mal in kunstvoller Zusammenfassung. Am Ende durften die Schülerinnen und Schüler abstimmen, welches ihre Favoriten sind.

Gewonnen hat der Roman „Was wir dachten, was wir taten“ von Lea-Lina Oppermann. Auf Platz zwei und drei folgten „One of us is lying“ von Karen M. McManus und „Der Drohnenpilot“ von Thorsten Nesch. Der Fachbereich Deutsch wird die Gewinner-Bücher anzuschaffen.

Wir danken Frau Kemnitz für die kurzweiligen Buchvorstellungen und dem Förderverein für die Förderung der Veranstaltung!

Neuer ESN-Sommerhonig

Am 30. Juni hat die Bienen-AG Honig geerntet und aus den Waben geschleudert. Wegen des heißen und trockenen Wetters sind die verschiedenen Linden-Arten in diesem Jahr ungewöhnlich früh verblüht, so dass wir drei Wochen eher als sonst ernten konnten. Der Geschmack ist in diesem Jahr auch deutlich weniger vom Lindennektar geprägt. Um herauszufinden, welche Nektarsorten die Bienen eingetragen haben, haben wir eine Probe im Honiglabor des Länderinstitus für Bienenkunde in Hohen Neuendorf untersuchen lassen. Und tatsächlich war der Linden-Anteil gering. Insgesamt ähnelt der Honig eher einem Götterbaumhonig als einem Lindenhonig.

Die durchschnittliche Erntemenge war mit 23 kg pro Volk zufriedenstellend. Die Kinder hatten bei der Schleuderung in der Lehrküche viel Spaß und konnten am Ende dann auch jeweils eine Kostprobe mit nach Hause nehmen. Für alle anderen wird der neue Sommerhonig erst zum Jahresende verfügbar sein, weil wir den Beginn der Kristallisation abwarten und ihn cremig rühren werden. Momentan sind aber weiterhin der Sommerblütenhonig 2017 sowie der neue Frühjahrsblütenhonig 2018 erhältlich, und zwar entweder beim Hausmeister Bernd Hinrichs oder auf den kommenden Schulveranstaltungen.

Dr. Caspar Schöning

Fotos: Holger Petsch