“Denn die Freude, die wir geben…”

…kehrte auch am 19. Dezember 2017 wieder in unsere eigenen Herzen zurück.
Auf der kardiologischen Station des Auguste-Viktoria-Krankenhauses in Schöneberg sangen die Schülerinnen und Schüler des SEK I – Chors begeistert und harmonisch unter der musikalisch beeindruckenden Leitung von Herrn Bohusczewicz am Keyboard alte und neue Weihnachtslieder.

Wie schon in den vielen Jahren zuvor fand in Begleitung von Pfarrer Martin Schüür auch dieses Mal unser Auftritt großen Zuspruch bei Patienten und Personal. Als Dank erhielten alle zum Abschied kleine, liebevolle Geschenke und viel Applaus. Schwester Kerstin bat uns, auch im nächsten Jahr wieder für die Patienten zu singen. Alle fuhren glücklich und zufrieden nach diesem Auftritt nach Haus.
A. Vornkahl

Verbesserte Ausstattung der ESN

Mit finanzieller Unterstützung der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, Zukunftsinitiative Stadtteil II (ZIS II), konnte die Evangelische Schulstiftung in der EKBO die räumliche Ausstattung der Evangelischen Schule Neukölln erheblich verbessern und den Schulhof attraktiver gestalten.

Die Evangelische Schule Neukölln (ESN) ist eine nachgefragte Schule im Quartier Flughafenstraße. Gegenwärtig besuchen ca. 850 Schüler*innen die ESN. Durch steigende Nachfrage nach ganztägiger Betreuung unter dem Vorzeichen unzureichender räumlicher Ausstattung bestand Handlungsbedarf.

Zur Optimierung der vorhandenen Räumlichkeiten der Evangelischen Schule Neukölln wurden in den Fluren des Hauptgebäudes, im Gebäude für das Jahrgangsübergreifende Lernen (JüL) und auf dem Schulhof Bereiche aufgewertet, um zusätzliche und attraktive Aufenthalts- und Lernbereiche für Schüler*innen zu schaffen.

Der Kaufmännischer Vorstand der Evangelischen Schulstiftung Christina Lier betont: “Wir freuen uns über die Unterstützung der Berliner Senatsverwaltung und die Zusammenarbeit mit ihrem „Quartiersmanagements Flughafenstraße“. Es ist wichtig, den Schulstandort zu stärken.“

Der Schulleiter der Evangelischen Schule Neukölln Thorsten Knauer-Huckauf freut sich über Projektfinanzierung: “Unsere Idee, zusätzlich ruhige und schöne Arbeitsbereiche im Treppenhaus der ersten und zweiten Etage des Hauptgebäudes noch vor Weihnachten unseren Schüler*innen anbieten zu können, begeistert mich.“

Im Rahmen des „Tag der offenen Tür“ am Freitag, den 12.1.2018 werden um 16:00 Uhr die neuen Lerninseln offiziell an die Schüler*innen der Evangelischen Schule Neukölln übergeben.

Amir – Die Geschichte eines Geflüchteten

Letzte Woche nahm die 8d an einem Projekt zum Thema Flüchtlinge teil. Dort ging es um die Geschichte eines jungen Geflüchteten, der sich mit sechzehn Jahren vom Iran auf den gefährlichen Weg nach Deutschland machte.
Die Geschichte von Amir (so heißt der Geflüchtete) verarbeitete die Klasse 8d mit zwei verschiedenen Methoden: Mit Theater und mit Musik.
Am ersten Tag informierte sich die Klasse über Afghanistan. Das Land, aus dem Amir kommt, aus dem er aber schon mit zwei Jahren mit seiner Familie geflohen ist.
Am folgenden Tag probierten die Kinder die beiden Methoden aus und präsentierten sie sich gegenseitig. So hatte es sich die Musikgruppe beispielsweise zur Aufgabe gemacht, die Flucht vom Iran nach Europa zu präsentieren, während die Theatergruppe die Szene nachstellte, in der Amir erfuhr, dass sein Vater auf dem Weg zurück nach Afghanistan vermutlich entführt wurde.
Jetzt werden Sie sich sicher fragen: Hä? Warum fährt sein Vater wieder zurück nach Afghanistan, wenn sie erst von dort geflohen sind?
Nachdem Amir und seine Familie von dort nach Iran geflohen waren, brauchten sie erstmal eine Aufenthaltsgenehmigung. Diese kostete erstmal nicht viel, doch natürlich war sie nicht ewig gültig und wenn man es verlängern wollte, musste man eine riesige Summe bezahlen.
Auf einer Reise nach Qom (heilige Stadt der Schiiten im Iran) ging dieses Papier schließlich verloren.
Da Amirs Familie nicht genug Geld hatte, lebten sie nun ohne Aufenthaltsgenehmigung. Sein Vater musste illegal arbeiten und Amir ging illegal zur Schule.

So lebten sie ein paar Jahre, bis die Polizei irgendwann seinen Vater verhaftete. Er wurde nach Afghanistan abgeschoben. Und der Bus, mit dem sein Vater wahrscheinlich nach Afghanistan gefahren ist, wurde von den Taliban überfallen und alle Insassen entführt.
Das Leben von Amir war nun noch schwerer. Er als einziger Mann in der Familie sollte nun die Familie ernähren und zur Arbeit gehen.
Zu dieser Zeit gab es auch ein neues Gesetzte und das lautete: Alle Afghanen, die ohne Aufenthaltsgenehmigung im Iran waren und entdeckt wurden hatten zwei Möglichkeiten: Entweder, man wurde nach Afghanistan zurück geschickt oder man wurde nach Syrien gebracht, um dort den Islam zu verteidigen.
Da Amir wusste, dass die Polizei ihn eines Tages erwischen würde, beschloss er, nach Europa zu fliehen, um dort ein normales Leben zu führen.
Nun ist er in Deutschland angekommen und lebt momentan in Potsdam. Allerdings wurde er leider abgelehnt und läuft nun Gefahr nach Afghanistan zurück geschickt zu werden.
Das war die Geschichte von Amir, nun weiter mit dem Projekt:
Am Donnerstag wurden die Schüler vor die Wahl gestellt, sie sollten sich aussuchen, in welchem Bereich sich die Schüler vertiefen wollten.
Entweder sie beschäftigten sie sich mit Mudar (ebenfalls ein Geflüchteter, er kommt aus Syrien und ist seit April in Deutschland. In Syrien war er Schauspieler) im Theater oder mit Musik bei Ynez Neumann.
Am letzten Tag des Projektes wurde dann alles zusammengebracht. Schauspieler führten ein Theater vor und die Musikgruppe begleitete es mit Musik.
Am Ende war jeder Schüler mit dem Projekt zufrieden, auch wenn sie sich es anfangs anders vorgestellt hatten.

Ein Bericht von Ian Sander, Klasse 8d

Unsere Projektwoche

Alle Schüler und Schülerinnen der Klassen 1-6 hatten vom 20.11-24.11.17 eine Projektwoche zum Thema „Kinder einer Welt“. Was dort so passierte, wollen wir ihnen nun aus unserer Sicht erzählen. Viel Spaß beim lesen!

Es gab 10 Verschiedene Projekte:

  1. Emma und die Schokolade
  2. Klimadetektive unterwegs
  1. Kinderrechte
  2. Indien
  3. Spanien
  4. Japan
  5. Inuit
  6. Häuser aus anderen Ländern
  7. Kinderspiele und Bastelideen aus anderen Ländern
  8. Weihnachtslieder

Drei Tage lang arbeitete jedes Projektteam für sich. Es wurde gebastelt, experimentiert, geforscht und vieles mehr. Am Freitag war sie dann endlich, die große Präsentation. Jedes Projekt stellte die Ergebnisse der Woche vor, auch Eltern und Verwandte kamen, und schauten sich an was wir geleistet haben. Als großes Highlight gab es auch noch ein Quiz zu den Projekten. Jedes Kind sollte einen Bogen mit je zwei Fragen pro Projekt ausfüllen und abgeben. Drei Tage später war dann die Preisverleihung, drei Kinder wurden gezogen und gewannen einen Preis. So, das war es, wir hoffen sie hatten einen kleinen Einblick, in unsere Projektwoche.

Text: Aaliya, Felicia und Greta aus der Klasse 6a